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Panzeranomalie

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Sandra Vormann
noch am schnuppern
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Name: Sandra Vormann

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BeitragVerfasst am: 06.10.2006, 11:46    Panzeranomalie Antworten mit ZitatNach oben

Hallo!
Letzte Woche sind endlich meine ersten Schildibabay´s geschlüpft, das fand ich echt super aufregend da es das erste mal war! Icon_2thumbs
Mein Weibchen hatte am 08.08. zwei Eier gelegt die dann von einer Bekannten (da ich noch kein Inkubator hatte) bei 31°C ausgebrütet! Leider haben beide Tiere eine Panzeranomalie und die eine von den zwei hat immer noch einen total schiefen Panzer!
Jetzt frage ich mich zum einen natürlich wieso haben beide Tiere Panzeranomalien, ich habe gehört das es nicht nur an der Bruttemperatur liegt sondern auch vererbt sein kann, aber weder Mutter noch Vater haben eine Anomalie. Hat das für die Tiere irgendwas zur folge oder sind es nur die Schilder die anders aussehen?

Dann noch zu dem schiefen Panzer geht das noch mal weg und wenn ja wie lange dauert das?
So an sich sind beide echt so süß sausen durch ihr Gehege und fressen gut!

Ich hoffe es kann mir einer Antworten auf meine Fragen geben würde mich freuen, da ich mir echt etwas Sorgen mache! Icon_afraid

Liebe Grüße
Sandra

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gunda
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Name: Gunda

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BeitragVerfasst am: 06.10.2006, 14:43    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Sandra,
Das Rätsel um die Panzeranomalien ist noch nicht restlos aufgeklärt. Bruttemperatur und Vererbung spielen eine Rolle, aber das kann noch nicht alles sein. Bei mir kriechen immer mal wieder Testudo hermanni boettgeri-Schlüpflinge mit 4 statt 5 Wirbelschildern aus dem Ei, und zwar unabhängig von der Bruttemperatur und den Elterntieren. Die Babys sind vom Verhalten und Wachstum her völlig normal. Bei Testudo hermanni boettgeri soll öfter mal ein Schild fehlen, während bei Marginatas öfter eins zu viel auftaucht. Welche Schilderanomalie haben denn Deine?
Der schiefe Panzer wird sich in den nächsten Tagen bestimmt noch auswachsen.
Gruß, Gunda

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Sandra Vormann
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Name: Sandra Vormann

Alter: 34
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BeitragVerfasst am: 06.10.2006, 16:20    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Vielen Dank für Deine Antwort! Meine beiden Babys haben 6 Rückenschilder wenn ich vom Kopf bis zum Po durch zähle. Wobei dann zwei halt recht schmal sind. Ich habe versucht ein Foto mit hoch zuladen es ist zwar etwas unscharf aber vieleicht kannst Du ja trotzdem was drauf erkennen. Die andere sieht ähnlich aus!

LG Sandra



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BeitragVerfasst am: 06.10.2006, 21:31    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo zusammen,
ich habe auch eine Schildkröte mit einer Panzeranomalie.
Auf der linken Seite ist das vierte Schild in zwei Schilder unterteilt.
Ich selbst habe mir die Schildkröte gekauft ohne diese Anomalie zu sehen Icon_anonym
Beim Züchter hatten wir uns allerdings gegen einige Tiere entschieden, weil diese sehr sichtbar eine Panzeranomalie hatten.
Woran kann das liegen, wenn so viele Schildkröten eines Züchters eine Panzeranomalie haben?
Gruß, Nina

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Mrs_Morlock
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BeitragVerfasst am: 07.10.2006, 11:34    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo,

betr. Schilderanomalien kann es echt nicht nur augrund zu hoher Bruttemperaturen kommen. Eine Freundin von mir hat doch tatsächlich vorletzte Woche 2 und diese Woche noch 1 Naturbrut in Ihrem Freigehege entdeckt. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass die Eiablage voraussichtlich Anfang August gewesen sein muß und das Wetter im August ja echt bescheiden, die Nächte teils erheblich kalt waren. Alle 3 Babies (Testudo hermanni boettgeri) sind munter und fidel. Das Größte der 3 hat auch eine Panzeranomalie die beiden Kleineren nicht.
Ich finde es wahnsinnig toll zu sehen, dass sogar bei so schlechten Wetterbedingungen (Kälte die ersten Wochen nach der Eiablage) bei uns in freier Natur Eier ausgebruetet werden, was ich nicht für möglich hielt.


Viele Gruesse MM

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gunda
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BeitragVerfasst am: 07.10.2006, 12:46    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

MM - das ist ja eine unglaubliche Geschichte!

Was mich noch interessieren würde: Welcher Art gehören die Schildkröten mit den Anomalien denn an? Ihr schreibt ja, dass ihr mehrere Arten haltet.

Gunda

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RobertB
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BeitragVerfasst am: 07.10.2006, 16:21    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo,

hohe (vor allem konstant hohe) Temperaturen besonders im ersten Drittel der Brutzeit sind sicher die Hauptursache für Anomalien. Anomalien kommen aber natürlich auch bei 'Naturbruten' vor. Ich brüte keine Tiere mehr künstlich aus und habe regelmäßig 'Naturbruten' - und gerade heuer waren sehr viele Tiere mit zum Teil starken Anomalien dabei. Wobei Jungtiere aus späteren Gelegen und sehr sonnenexponierten Nestern eindeutig häufiger betroffen waren (heisser Juli!).

@Mrs_Morlock
Die Naturbruten deiner Freundin stammen sicher aus älteren Gelegen. Unter guten Freilandbedingungen brauchen die Tiere (Testudo hermanni boettgeri) ca. hundert Tage - heuer waren es bei den meisten sogar um die 120 Tage.

MfG
Robert

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jutta
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BeitragVerfasst am: 07.10.2006, 16:21    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Mrs_Morlock » hat folgendes geschrieben:
Eine Freundin von mir hat doch tatsächlich vorletzte Woche 2 und diese Woche noch 1 Naturbrut in Ihrem Freigehege entdeckt. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass die Eiablage voraussichtlich Anfang August gewesen sein muß


Das ist mehr als unwahrscheinlich, dass die Eiablage Anfang August war, wenn die Tiere bereits in der letzten Woche September entdeckt wurden. Wahrscheinlich wurden die Eier Anfang Juli gelegt, bei den Temperaturen, die draussen herrschen, dauert die Zeitigung genannt">Inkubation viel länger als die im Inkubator üblichen ~60 Tage. Da werden es locker 90 Tage.
Schilderanomalien könne ausser den Inkubaionstemperaturen noch andere Ursachen haben: z.B. chemische Einflüsse, Sauerstoffmangel, Feuchtigkeit....
Viele Grüsse- Jutta

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Mrs_Morlock
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Name: Mrs Morlock

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BeitragVerfasst am: 07.10.2006, 19:15    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@Gunda: Die Naturbruten der Freundin sind Testudo hermanni boettgeri.

@Robert und Jutta:
Danke auch für Eure Schilderungen. Ich besprach das mit der Freundin, dass ja die Gelege ggf. früher waren (also im Juli) und das Ausbrüten länger dauerte, da sie annahm, dass das Gelege v. Anfang August wäre (sie ging von der ca. Zeit aus, die sie auch im Brutapparat kennt, denn von dieser Eiablage hatte sie ja nichts mitbekommen).
Heute telefonierte ich mit einem lanjährigen Züchter, der auch meinte, dass die Gelege sicherlich früher abgelegt wurden u. er hätte mal was gelesen, dass bei sehr schlechtem Wetter die Entwicklung mitunter stockt und dann bei Wärme weitergeht, was ja sein könnte, da der September ja noch sehr warm war. Od. ganz einfach so, wie Ihr schreibt und die Ausbrützeit unter Naturbedingungen generell einfach um einiges länger ist.
In 2003 hatte die Freundin schon mal eine Naturbrut, so wie viele Halter, da das Wetter damals ja auch gigantisch war.
Nun hatte sie dieses Jahr überhaupt nicht damit gerechnet und so ne tolle Überraschung.

Viele Grüße an Euch MM

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Schildifan-ina
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BeitragVerfasst am: 07.10.2006, 21:11    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@ Gunda
Die Schildkröten mit den Panzeranomalien waren alle Testudo hermanni boettgeri's.
Gruß, Nina

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Emily
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BeitragVerfasst am: 08.10.2006, 17:23    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Glück auf!
Ich habe auch Tiere mit Schildanomalien (überzählige Rippenschilde), die putzmunter sind.
Ich habe mal gehört, dass dies kein vererbtes Merkmal ist, und dass auch diese Tiere durchaus "normale" Nachkommen haben können.
Kann es sein, dass solch eine Anomalie auch durch Bewegen des Eis ausgelöst werden kann? Ich glaube, so etwas schon einmal gelesen zu haben...

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BeitragVerfasst am: 08.10.2006, 18:43    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Emily » hat folgendes geschrieben:
Glück auf!
Ich habe auch Tiere mit Schildanomalien (überzählige Rippenschilde), die putzmunter sind.
Ich habe mal gehört, dass dies kein vererbtes Merkmal ist, und dass auch diese Tiere durchaus "normale" Nachkommen haben können.
Kann es sein, dass solch eine Anomalie auch durch Bewegen des Eis ausgelöst werden kann? Ich glaube, so etwas schon einmal gelesen zu haben...


hallo

ja sowas habe ich auch schon mal gelesen:
manchmal stirbt der embryo im ei wenn dieses bewegt wird aber manchmal überlebt er hat dann aber bleibende Schäden
z.B. Panzeranomalien

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gunda
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Name: Gunda

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BeitragVerfasst am: 08.10.2006, 19:52    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

mmmh ... also das entspricht eigentlich nicht meinen Erfahrungen. Wie gesagt, bei mir schlüpfen gelegentlich Babys mit fehlendem 5. Rückenschild - aber wenn dann höchstens eins pro Gelege. Die betreffenden Eier hatten keine anderen Bedingungen als die "normalen" und sie wurden auch nicht bewegt. Überzählige oder geteilte Schilder hatte ich noch nie, obwohl ich schon seit mehreren Jahren brüte und sehr viel mit verschiedenen Temperaturen, Luftfeuchtigkeiten und Substraten herumexperimentiert habe.
Ich finde das Thema sehr spannend. Schreibt ruhig noch mehr dazu.

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surge
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BeitragVerfasst am: 09.10.2006, 11:03    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo
Ich habe jedes Jahr unter meinen Testudo hermanni boettgeri-Schlüpflingen auch Tiere mit Schilderanomalien. Dabei sind am häufigsten schiefe Centrale und zusätzliche Laterale, gelegentlich auch ein fehlendes Centrale. Alle meine Jungtiere mit solchen Anomalien haben sich ohne Probleme entwickelt.
Seit Jahren versuche ich durch verschiedene Änderungen bei der Bebrütung die Ursachen zu finden. Mein Ergebnis: Einzig sichere Ursache ist eine hohe Bebrütungstemperatur und wie Robert schon schreibt im ersten Drittel der Zeitigung genannt">Inkubation. Das soll nicht heißen das weitere Ursachen, wie sie Jutta z.B. genannt hat nicht in Frage kämen, da ich auch bei niedrigeren Inkubationstemperaturen, wenn auch viel weniger, Anomalien hatte. In diesem Jahr habe ich besonderes Augenmerk auf das eingraben, tw.eingraben oder auf das Substrat legen der Eier gelegt. Es gab keine Unterschiede, bei 33°C Bebrütungstemperatur mit Absenkung auf 27°C, bei allen 3 Methoden ein Drittel Schilderanomalien. Bei meinen T.horsfieldii NZ ist noch nie ein Tier mit Schilderanomalien aufgetreten.
Viele Grüße surge



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BeitragVerfasst am: 09.10.2006, 18:50    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Zum Vergleich eine Panzeranomalie, wie sie bei mir schon ein paar Mal vorkam. Bruttemperatur bei diesem Tier: durchgängig 29,5 °C.
Das gleiche Phänomen trat auch schon bei 32,5°C Bruttemperatur oder 28°C auf.
Gibt es vielleicht einen Zusammenhang: Kältere Bruttemperatur - zusammengewachsene Schilde
Wärmere Bruttemperatur - geteilte Schilde
???



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